Rund um Istanbul: Mit dem Wohnmobil am Bosporus
Inmitten des Marmara Meeres gehören die Prinzeninseln zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Istanbuler. Von einem der Campingplätze in Sultanbeyli nahe Istanbul ist der Weg zur Fähre nicht weit. Das Boot legt im südlichen Teil von Kadiköy ab und bringt Sie innerhalb kürzester Zeit auf das Eiland. Badesachen sollten Sie unbedingt einpacken, da die Strände auf den Prinzeninseln geradezu zu einem Sprung ins Wasser verlocken.
Auf in den europäischen Teil
Nicht weit ist von Istanbul außerdem der europäische Teil der Türkei. Fahren Sie aber auf keinen Fall zur Rushhour los. Die Straßen Istanbuls sind dann völlig verstopft und es kann bis zu drei Stunden dauern, um von Kadiköy oder Sultanbeyli bis zum Taxim zu kommen.
Das Schwarze Meer: Schnell mit dem Wohnmobil erreicht
Vom Belgrader Wald sind es nur noch 15 Kilometer bis nach Kumköy, einer kleinen Küstenstadt am Schwarzen Meer. Die Ortschaft ist sehr idyllisch. An der Strandpromenade gibt es charmante Cafés, Bars und Restaurants, in denen Sie rundum abschalten können. Der Mistik Campingplatz bietet hier eine gute und preiswerte Herberge. Die schönsten Strände liegen übrigens einige Kilometer westlich von Kumköy. Baden können Sie unter anderem am Gümüsdere und am Beyas Kösk Plaji.
Rundreise durch Anatolien – Naturwunder und Kultur
Anatolien bezeichnet fast die gesamte Türkei, denn es meint den Teil, der zu Vorderasien gehört. Dieser macht 97 % der Landesfläche aus. Früher bezog sich der Begriff nur auf das Landeszentrum, durch das sich eine besonders schöne Strecke für Wohnmobilreisen zieht. Eine Rundreise durch Anatolien beginnt meist in Izmir. Izmir an der Mittelmeerküste ist eine der größten Städte der Türkei und ein wichtiger Hafen. Unweit der Stadtgrenzen schmücken einige traumhafte Strände mit weißem Sand und türkisem Wasser die Küste. Dort haben sich auch diverse Campingplätze angesiedelt, teilweise direkt am Meer. Die Stadt selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück, an die unter anderem die alte Stadtmauer oder der Uhrturm erinnern. Und auch die berühmten Ruinen der einstigen Stadt Ephesos liegen weniger als eine Stunde entfernt. Ehemals eine Metropole des griechischen Reiches und später des Römischen, sind die Ruinen auch heute noch teilweise gut erhalten. So zum Beispiel die des Amphitheaters, der Bibliothek oder des Hadrianstempels.Von der Mittelmeerküste zu den Schätzen des Landesinneren
Von Izmir aus Richtung Osten unterwegs, führt zunächst die D300 ins Landesinnere. Die Autobahnen und Landstraßen in der Türkei sind durchaus mit denen in Deutschland vergleichbar und meist sehr gut ausgebaut. Dennoch liegt das Tempolimit bei höchstens 120 km/h. Entlang dieser Route geht es auch kurvig zu, besonders im späteren Verlauf. So können die Distanzen etwas trügen. Für die knapp 220 Kilometer von Izmir bis nach Pamukkale sollte man knapp 3 Stunden einplanen. Die Region Pamukkale ist in erster Linie berühmt für ihre Kalksinterterrassen, die ein wahres Wunder der Natur darstellen. Warmes Thermalwasser tritt hier mit einem so hohen Kalkgehalt aus, dass sich daraus die strahlend weißen Terrassen gebildet haben. Während das Wasser von einer Ebene zur nächsten läuft, füllt es eine Vielzahl individueller Pools, die zum Baden einladen. Dabei fällt der Blick weit über das Tal am Fuße der Terrassen, das sich bis zu den Bergen am Horizont erstreckt – eine spektakuläre Aussicht. Neben Fans der Natur kommen auch Kulturliebhaber in Anatolien auf ihre Kosten. In Hierapolis, einer Stadt der Antike, haben einige Ruinen die Zeit überdauert.
Das Herz Anatoliens
Die Fahrt führt von Pamukkale aus weiter gen Osten. Kappadokien, das nächste Highlight der Rundreise, ist knapp acht Stunden Fahrt von Pamukkale entfernt. Wer will, kann daher die Kleinstadt Akşehir entlang des Weges für einen Zwischenstopp nutzen. Eingekesselt von den Sultanbergen bieten die Straßen der Stadt tolle Blicke, während das Zentrum mit viel Grün aufwartet. Während in Izmir und Pamukkale Platz für Naturwunder und Kulturschätze war, verbindet Kappadokien beides in perfekter Symbiose. Über nun immer gewundenere Bergstraßen geht es durch Landschaften, die tatsächlich von einem anderen Planeten stammen könnten. Die Gegend ist geprägt von weichem Tuffgestein, das sich in kuriosen Felsformationen in den Himmel streckt. Viele Tausend dieser Spitzen ragen aus den Tälern, während die Berge spektakuläre Aussichten über die Szenerie versprechen. Diese werden nur noch von den beliebten Fahrten mit dem Heißluftballon überboten.
Wälder und Thermalquellen – Eine Campingreise um Ankara
Ankara ist eine lebhafte Metropole und ohne jeden Zweifel einen Besuch wert. Zwischen alten römischen Bäder, dem Augustus Tempel und den vielen imposanten Moscheen gibt es dort jede Menge zu entdecken. Auf jeden Fall besuchen sollten Sie das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Dieses Monument genießt den Status eines nationalen Heiligtums. Es erhebt sich auf einem Hügel im Stadtviertel Anittepe und hat von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Ein Muss ist außerdem ein Besuch der Haci Bayram Moschee, die seit 1472 ein fester Bestandteil des Stadtbildes von Ankara ist. Rund um die türkische Hauptstadt können Sie wiederum Seen und traumhafte Waldlandschaften entdecken, von denen wir an dieser Stelle berichten möchten.Rund um Ankara: Odtü Ormanı besichtigen
Etwa 15 Kilometer südlich von Ankaras Zentrum befindet sich der Naturpark Odtü Ormanı. Fahren Sie einfach mit dem Wohnmobil auf dem Boulevard Meylana aus der Stadt heraus und stellen Sie Ihr Wohnmobil zwischen der Adalet Akademie und dem Golfclub Ahlatlıbel Tesisleri ab. Von hier aus können Sie Wanderungen durch die dichten Wälder unternehmen und bis zum See Eymir Gölü spazieren.
Nördlich von Ankara: Besuch in Pursaklar, Beypazarı und Kızılcahamam
Etwa 15 Kilometer nördlich von Ankara liegt die Ortschaft Pursaklar. Dort lohnt es sich, ein wenig über den alten Markt zu flanieren. Südlich von Pursaklar ist anschließend der Wald Mülkiye Hatıra Ormanı sehr sehenswert. Im Norden bietet das Waldgebiet Karaköy Atatürk gute Möglichkeiten zum Wandern. Ein weiteres schönes Ziel für einen Ausflug im Wohnmobil liegt knapp 115 Kilometer im Nordwesten. Beypazarı ist eine spannende kleine Stadt voll von traditionellen, anatolischen Wohnhäusern. Viele dieser Gebäude beherbergen kleine Geschäfte und Bäckereien.
Entlang der Küste von Bodrum: Entdeckungstouren am Ägäisufer
Die kleine Stadt Bodrum an der türkischen Ägäis ist immer eine Reise wert. Bei einem Besuch der Ruinen des Halikarnassos Mausoleums tauchen Sie tief in die antike Geschichte ein und stehen genau dort, wo einst eines der Sieben Weltwunder in die Höhe ragte. Sehenswert ist außerdem der Hafen von Bodrum. Von dort brechen riesige Jollen zu den Inseln der Ägäis auf, während an Land Grillstände frisch gebratene Sardellen und andere Fische aus dem Mittelmeer verkaufen. Für Camper wohl aber viel interessanter ist die schöne Umgebung der Stadt. Entlang der Küste der Ägäis gibt es dort nämlich jede Menge Abenteuer zu erleben.Immer an der Küste entlang: Von Bodrum nach Mugla
Die erste Etappe ist etwa 130 Kilometer lang und führt über die Überlandstraße D330 zunächst zur Küste nördlich von Bodrum. Bei Meselik biegen Sie von der D330 ab und fahren querfeldein nach Yeniköy, Maziköy und Türkevler. In dieser kleinen Gemeinde lohnt sich ein Spaziergang am Strand, um die bezaubernden Küstenformationen der Westtürkei zu sehen.
Zurück ans Meer: Akyaka und Marmaris
Nach Ihrem Aufenthalt in Mugla folgen Sie der Straße D550 gen Süden. Nach nicht all zu langer Fahrt erreichen Sie schließlch den Hafenort Akyaka. Die Gemeinde ist klein, verfügt über einige Hotels, zwei Campingplätze und viele Restaurants.
Die Lykische Küste: Fethiye
Die Strecke von Marmaris nach Fethiye umfasst etwa 130 Kilometer. Hier können Sie ebenfalls der D400 folgen, die sich anschließend in die Straßenversion des Lykischen Wegs verwandelt. Auf der Tour lohnen sich Zwischenstopps in Dalyan und Göcek, um ein wenig im Meer zu baden. Beide Städte präsentieren sich als moderne Resorts mit zahlreichen Freizeitangeboten und guten Campingplätzen.
Von Izmir bis Antalya: Pamukkale, der Lykische Weg und die Riviera
Eine Reise von Antalya an die Küste verspricht für Wohnmobil Urlauber jede Menge Abenteuer. Entlang der mehr als 1.000 Kilometer langen Strecke liegen so spannende Orte wie die Stadt Turgutlu, Nazil und Pamukkale. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch eher an die Küste halten und in Bodrum das berühmte Mausoleum von Halikarnassos besichtigen.Von der Hafenstadt Izmir ins Hinterland
Nach Izmir, dem romantischen Hafenstadt im Herzen der Türkei, ist Turgutlu in knapp 50 Kilometern Entfernung das erste Ziel. Über die Landstraße D0300 erreichen Sie das alte türkische Zentrum der Ziegelei in nur einer Stunde und können anschließend durch die beschaulichen Gassen im Zentrum flanieren. Südlich von Turgutlu erheben sich malerische Bergketten, die Sie auf dem Weg nach Süden umfahren müssen. Zwar gibt es auch eine Passstraße, die über Kuslar und Karaköy zur D310 führt, jedoch lässt es sich hier ausgesprochen schwer mit dem Wohnmobil manövrieren.Kurzer Halt in Pamukkale und Weiterfahrt zur Lykischen Küste
Pamukkale ist ein absolutes Must-See. Die bizarr geformten Salzterrassen sind eine Attraktion, die Sie sich wirklich nicht entgehen lassen sollten. Auf dem Weg von Izmir nach Antalya liegt das Naturwunder bei Denizli. Von der Regionalhauptstadt aus sind es nur wenige Minuten mit dem Camper, um Pamukkale zu erreichen. Die Gesamtstrecke von Nazilli aus beträgt etwa 80 Kilometer. Bis nach Fethiye sind es dann noch etwa 230 Kilometer. Bei Sögüt müssen Sie von der D585 abfahren – die D350 bringt Sie anschließend direkt nach Fethiye, dem Einstieg in den Lykischen Weg. Der berühmte Wanderweg führt an der gesamten Lykischen Küste entlang und passiert dabei zahlreiche antike Stätten.Entdeckungen auf dem Lykischen Weg
Von Fethiye trennen Sie etwa 350 Kilometer von der Küste von Antalya. Die Tour ist sicherlich an einem Tag machbar, bei der Masse an antiken Stätten raten wir Ihnen aber dazu, die Reise langsam und gemächlich anzugehen. Halten Sie beispielsweise in Kas an, wo sich die gut erhaltenen Ruinen des antiken Antiphellos befinden. Insgesamt eine wirklich beeindruckende Anlage mit hellenistischem Theater und Tempeln aus der Römerzeit. Mindestens ebenso lohnenswert sind Kale und vor allem Myra in der Nähe von Demre. Das Spektakuläre in Myra ist, dass die alten Gräber direkt in den Stein gemeißelt worden sind.Jetzt für den Newsletter anmelden!
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